Unser Wald
Wald in Natura 2000-Gebieten

Natura 2000 Naturverjüngung Auf Totholz

Im Landkreis Eichstätt befinden sich acht Flora-Fauna-Habitat- (FFH-) Gebiete mit einer Fläche von etwa 4.800 Hektar, im Stadtgebiet Ingolstadt befinden sich drei FFH-Gebiete mit einer Gesamtfläche von etwa 1.800 Hektar.

Die Stelle des Fachvollzug Natura 2000 des Amtes für Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt umfasst alle Waldflächen der im Landkreis Eichstätt und im Stadtgebiet Ingolstadt liegenden FFH- und Vogelschutzgebiete.

Zuständigkeiten

Im Wald ist für das Gebietsmanagement die Forstverwaltung zuständig, ansonsten im sog. Offenland die Naturschutzverwaltung. Da in einem FFH- oder Vogelschutzgebiet i.d.R. sowohl Wald als auch Offenlandflächen vorkommen, wurde für solche Mischgebiete jeweils eine organisatorische Federführung zwischen Forstverwaltung und Naturschutzverwaltung festgelegt. Die fachlichen Zuständigkeiten und Kompetenzen bleiben davon unberührt.
Dies bedeutet, für den Wald treffen immer die Forstleute die Entscheidungen und umgekehrt für die Offenlandflächen immer die Naturschutzbehörden. Ansprechpartner für den Wald in FFH- und Vogelschutzgebieten ist somit immer das Amt für Landwirtschaft und Forsten bzw. der/die Natura-2000-Sachbearbeiter(in) am Amt für Landwirtschaft und Forsten.
Eichstätt
Im Landkreis Eichstätt befinden sich acht FFH-Gebiete mit einer Fläche von etwa 4.800 Hektar, davon sind etwa 3.300 Hektar Wald und ein etwa 3.000 Hektar großes Vogelschutzgebiet. Dieses deckt sich überwiegend mit den FFH-Flächen.
Stadtgebiet Ingolstadt
Im Stadtgebiet Ingolstadt befinden sich drei FFH-Gebiete mit einer Gesamtfläche von etwa 1.800 Hektar, davon etwa 1.300 Hektar Wald. Auch diese FFH-Flächen decken sich größtenteils mit den Flächen eines Vogelschutzgebietes von ca. 1.600 Hektar.

Wertvolle Waldlebensraumtypen

Die Natura 2000-Gebiete wie beispielsweise der Waldmeister-Buchenwald, Hainsimsenbuchenwald oder der Mitteleuropäische Orchideen-Kalk-Buchenwald bieten vielen nach der FFH-Richtlinie geschützten Arten Lebensraum. Zum Beispiel finden das Große Mausohr, die Gelbbauchunke, Kammolch und Eremit den für ihre Entwicklung notwendigen Lebensraum. Ebenso finden in diesen Wäldern geschützte Vogelarten wie Uhu, Schwarzspecht, Wanderfalke, Neuntöter und Wespenbussard ihre Lebensgrundlage.

Der Auwaldbereich

Entlang der Donau stellt der Auwald einen hochwertigen Biotopkomplex aus Flussaue, Brennenstandorten, großen Altwasserschlingen und großflächigen Trockenlebensraumkomplexen dar. Zahlreiche "FFH-Arten" wie Frauenschuh, Hirschkäfer, Bitterling, Frauennerfling und Schmale Windelschnecke kommen vor.
Für viele Vogelarten - wie zum Beispiel für Halsbandschnäpper, Eisvogel, Rohrweihe, Blaukehlchen, Schwarzmilan und Rotmilan - ist der Auwald ebenso lebensnotwendig.

Was geschieht zur Umsetzung von Natura 2000?

  • Festlegung von Erhaltungszielen
  • Kartierung der Flächen, um die Lebensraumtypen und Arten nach der FFH- und Vogelschutzrichtlinie zu erfassen.
  • Die Kartierung erfolgt im Wald durch ein ausschließlich aus Forstleuten zusammengesetztes Kartierteam. Pro Regierungsbezirk gibt es ein Kartierteam, das nach einem jährlich neu zu erstellenden Jahresplan nach und nach alle Waldflächen kartiert.
  • Die Ergebnisse der Kartierung und die daraus resultierende Bewertung der Lebensraumtypen und Arten und die festgelegten Erhaltungsmaßnahmen werden im sogenannten Managementplan dargestellt. Dieser legt die Messlatte für das Verschlechterungsverbot nach Art. 13 c Bay. NatSchG fest, das für jeden Waldbesitzer gilt.
  • Fortlaufende Beobachtung und Kontrolle
  • Berichtspflicht an die EU-Kommission

Die Natura 2000 Sachbearbeiterin am Amt für Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt

  • Ansprechpartnerin für alle Waldbesitzer bei Fragen zum Wald in FFH- und Vogelschutzgebieten.
  • Koordiniert und organisiert vor Ort alle notwendigen Maßnahmen wie:
    • Informationsveranstaltung für die Waldbesitzer
    • Information der Revierleiter
    • Abstimmung mit dem Kartierteam/der Bayer. Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft
    • Organisation und Leitung von Runden Tischen mit Waldbesitzern, Verbänden ...
    • Entscheidung über Erhaltungsmaßnahmen
    • Umsetzung der Erhaltungsmaßnahmen auf der Fläche (Verschlechterungsverbot)
    • Laufende Öffentlichkeitsarbeit incl. Auslegung des Managementplans, in dem alle relevanten Ergebnisse und Maßnahmen eines Gebietes zusammengestellt sind.

Ansprechpartner

Elisabeth Wender
AELF Ingolstadt
Residenzplatz 12
85072 Eichstätt
Telefon: 08421 6007-851
Fax: +49 8421 6007-854
E-Mail: poststelle@aelf-in.bayern.de